Clubmaking

Wir haben nun gemeinsam den ersten Schritt gemacht- sämtliche relevanten Daten Ihres Golfschwunges wurden mit dem Flightscope X2i bzw. dem SAM PuttLab ermittelt. Nun können wir für Sie die besten Komponenten aussuchen. Es beginnt nun der Abschnitt "Clubmaking". Wir arbeiten auch beim "Clubmaking" mit den modernsten Geräten, wie z.B. Auditor "Shaft Flexure & Spine Analyzer" oder dem Auditor MOI Matching System.

 

 

 

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten Golfschläger zu bauen:

 

Schlägersatz mit der Schwunggewichtsmethode:

 

Der Begriff "Schwunggewicht" wurde Anfang des letzten Jahrhunderts eingeführt, um die Gewichtsverteilung innerhalb eines Schlägers zu  definieren, mit dem Hintergedanken, dass alle Schläger mit dem gleichen Schwunggewicht im Satz zusammenpassen sollten. Die Golfschläger werden mit einer "Schwunggewichts-Waage"  mit einem Fulcrum von meist 14“ auf einen einheitlichen Wert gebracht, z.B. Herren D0 oder Damen C7. C7 läßt sich danach "leichter" schwingen als D2. Anders gesagt, fühlt sich ein Golfschläger während des Schwunges mit einem Schwunggewicht von D2 "schwerer" an als mit einem Schwungewicht von C7. Es handelt sich hierbei um eine rein statische Messung. Gemessen wird nur das Verhältnis von Griff zu Kopf. Diese Baumethode berücksichtigt nur das Drehmoment. Die meisten namhaften Golfschlägerhersteller bauen Herrengolfschläger nach dieser Methode mit einem Schwunggewicht zwischen D0 und D2; Damengolfschläger zwischen C6 und C9.

 

 

Schlägersatz mit der MOI Matchingmethode:

 

Das MOI des Golfschlägers beschreibt das Trägheitsmoment des gesamten Golfschlägers bei der Rotationsbewegung. Beim MOI Matching werden alle Golfschläger eines Sets mit dem gleichen Trägheitsmoment gebaut. Alle Schläger sollen sich demnach während des Golfschwunges gleich anfühlen. Damit soll erreicht werden, dass ein Eisen 3 gleich zu schwingen ist, wie ein Eisen 9, auch wenn die Schlägerlängen unterschiedlich sind.

 

Anzumerken ist an dieser Stelle jedoch, dass ein seriöses MOI Matching einerseits nicht für jeden Golfspieler geeignet ist und anderseits auch nicht mit jedem Golfset durchgeführt werden kann. Um ein bestehendes Golfset nachträglich "MOI zu matchen" ist es erforderlich, dass sämtliche Schlägerköpfe einen konstanten Gewichtsunterschied von 7 Gramm aufweisen.

 

 

SPINNING und FLOING

 

Der Begriff "FLO" steht für "Flat-Line-Oscillation" und beschreibt wie sehr ein Schaft, wenn er in Schwingung gerbacht wird, in seiner Schwungebene bleibt oder davon abweicht. Es klingt zwar kompliziert, ist jedoch logisch. Um das System, das hier vorliegt, verstehen zu können, müssen wir uns jedoch zuerst mit einem anderen Begriff, dem "Spine" beschäftigen.

 

Spine ist der englische Ausdruck für "Rückgrat". Der Spine hat einen wesentlichen Einfluss auf das Biegeverhalten eines Golfschaftes. Würde man einen Golfschaft in einen Schraubstock einspannen und diesen in Schwingung bringen, so würde sich dieser in einer bestimmten Form und auch Intensität bewegen. Dreht man nun den Schaft im Schraubstock um wenige Grade und würde dieser sodann erneut in Schwingung gerbacht werden, so würde sich die zuvor genannten Parameter ändern. Dies ist deshalb so, da der Golfschaft an seiner "Spine-Linie" sich am wenigsten biegt.

 

Für den Golfschwung bedeutet diese Erkenntnis, dass bei Schlägersätzen, welche ohne Spining oder Floaing eingebaut werden, eine unterschiedliche Abweichung von der Schwungebene gegeben ist. Da diese Arbeitsschritte jedoch sehr zeitintensiv sind, gibt es bei "Stangenware" keine derartige Anpassung.

 

Nur soviel: Ein um ein Grad geöffnetes/geschlossenes Schlägerblatt hat eine Richtungsabweichung von 2 Meter auf eine Distanz von 125 Metern gerechnet. Dieser Wert potenziert sich selbstverständlich, je länger die Schlagweite ist.